Geschwister-Scholl-Schule Tübingen

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"Was ist Mut?" - Kunstaktionen zum Gedenktag

Jedes Jahr am 27. Januar gedenken wir an der Geschwister-Scholl-Schule der Opfer des Holocausts. Dieses Jahr übernahm der Fachbereich Kunst die Gestaltung und Organisation des Gedenktages. Im Vorfeld beschäftigte sich die Oberstufe im Kunstunterricht mit dem Thema Nationalsozialismus. Ziel war es, sich zu diesem Thema künstlerisch auszudrücken. Die Ergebnisse wurden nun der Mittelstufe präsentiert.

schueler auf treppe

Es ging um komplexe Themen wie Freiheit, Ausgrenzung, Widerstand und darum, was der Nationalsozialismus heute mit uns noch zu tun hat. Im Kunstunterricht aller sieben Grundkurse der Kursstufe (K1 und 13) wurden dazu verschiedene künstlerische Arbeiten wie zum Beispiel Performances, Licht- und Soundinstallationen, Videoprojektionen oder Rezitationen entwickelt.

Insgesamt entstanden am Ende 41 Gruppenarbeiten, die an einem bestimmten Ort innerhalb des Schulgeländes gezeigt oder aufgeführt werden sollten. Ein Team aus Kunstlehrerinnen stellte nun acht "Routen" zusammen, die jeweils aus ca. fünf Kunststationen bestanden.

Zwei Wochen vor dem Gedenktag fand eine "Generalprobe" statt, bei der die einzelnen Stationen den rund 40 Schülerinnen und Schülern der Neigungskurse Bildende Kunst vorgestellt wurden. Diese traten nun am Gedenktag als "Kunst-Lotsen" auf und übernahmen die Rolle der Kunstvermittler.

Der Rundgang

Am 27.1. begann in der 3. und 4. Stunde ein Schulrundgang der besonderen Art: Alle 24 Mittelstufen-Klassen aller drei Schularten wurden nun eingeladen, eine der acht Routen zu besuchen und die Ergebnisse zu erleben: In kleinere Gruppen aufgeteilt wurden die Klassen von den Kunst-Lotsen abgeholt und auf den Kunstrouten begleitet. Die Stationen waren im ganzen Schulhaus und auf dem Gelände verteilt.

Ganz unterschiedliche Ergebnisse waren zu sehen! Auf sehr unterschiedliche Art und Weise hatten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema vielseitig genähert. Mal wurde auf sehr emotionaler, mal auf abstrakterer Ebene agiert. Ernste Themen wie Ausgrenzung, Überwachung oder Selektion wurden dargestellt und erfahrbar gemacht.

Außenstehende mögen sich gewundert haben, warum zum Beispiel eine Gruppe von Schülern blind an einem Seil geführt über den Schulhof wandelte, warum am Haupteingang Fingerabdrücke genommen wurden oder wer die bedrohlich wirkenden "Wächter" auf dem Schulgelände waren... Den teilnehmenden Klassen wurde das Thema jedenfalls sehr eindrücklich nahegebracht...

Spannend war auch, wie die Schulumgebung plötzlich anders wahrgenommen wurde, sei es beispielsweise durch eindrucksvolle Lichtinstallationen in den beiden oberen Unterführungen oder durch Performances im Schnee auf den Sportplätzen...

Jede Route endete vor den Porträts der Geschwister Scholl des Künstlers Frido Hohberger im Foyer, wo die SMV jede Klasse Kerzen zum Gedenken anzünden ließ.

Danke!

Die Oberstufenschülerinnen und Schüler haben großen Einsatz gezeigt und der Fachbereich Kunst dankt allen Künstlern und Lotsen sehr herzlich!

Unser Dank geht auch an die Mittelstufenschülerinnen und Schüler, die sehr interessiert und meist aufgeschlossen mitgemacht haben.

Auch dem Kollegium wollen wir danken für das Interesse und die Bereitschaft, die Oberstufenschülerinnen und Schüler für die Vorbereitung teilweise für den Unterricht zu entschuldigen.

Ein großes Dankeschön geht an die Schulleitung, die alles ermöglichte und uns konstruktiv und herzlich unterstützte!

Fotogalerie

Mehr Bilder vom Gedenktag gibt es hier!